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Herausgegeben von Tausend Spiegel - 10/3/2019

Texte

Vor vielen Jahren gab es in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages erklomm ein Hund den Berg, stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.
Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er erschrak, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und auch die tausend Hunde knurrten furchtbar und fletschten ihre Zähne.
Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.
Einige Zeit später kam ein anderer Hund in den Tempel. Auch er kam in den Saal mit den tausend Spiegeln, und auch er sah tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.
Dieser Hund verließ den Tempel in der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.
Verfasser unbekannt














Tausenderlei Spiegel (Text u. Musik R. Gröger)

Tausenderlei Spiegel brechen,      
tausenderlei Spiegel sprechen.
tausenderlei Widersprechen,
tausenderlei Kopfzerbrechen.

Spiegelbilder im hohlen Winkel,
Spiegelbilder im toten Winkel,
Spiegelbilder verzerrt, verklärt,
Spiegelbilder mein Seelenkonzert.

Spiegelbilder verfallen zu Staub,
Spiegelbilder, vermoderndes Laub,
hinter denen immer nur ich,
hinter denen mein Schatten entwich...

Tausenderlei Spiegel verfallen,
tausernderlei Bilder verhallen,
tausenderlei Frieden in mir,
tausenderlei Frieden mit dir!



   
Ove:  0157 345 677 82





Ruth: 0157 345 677 99
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